Jüdische Speiseregeln
Koscher-Glossar
 
A
Amphibien: sind unkoscher und daher verboten

B
Bassar: Fleisch
Bessari: fleischige Lebensmittel
Birkat ha-Mason: Tischgebet
Blut: Orthodoxen Juden ist es strengstens untersagt, Blut zu verzehren. Die jüdische Küche hat daher eine Vielzahl von Methoden entwickelt, Fleisch auch noch den letzten Tropfen Blut zu entziehen

C
Chagiga: Fest, Party
Chag Sameach: Begrüßungsformel zu den Feiertagen – “Frohes Fest”
Chalaw: Milch
Chalawi: milchige Lebensmittel
Challa: Schabbatzopf aus Hefeteig
Chelev: Verbotenes Fett in Tieren, das beim Schächten entfernt werden muss

D
Dwasch: Honig. Er ist koscher, da er zwar von Insekten – unkoscheren Lebewesen – produziert wird, aber aus dem Nektar und Blütenstaub von Blumen gewonnen wird

E

F
Fische: Gelten nur dann als koscher, wenn sie Schuppen und eine Schwanzflosse haben. Daher sind beispielsweise Aal, Rochen, Seeteufel und Raubfische verboten

G
Geflügel: Die Thora macht keine Angaben über die Unterscheidung zwischen reinen und unreinen Vögeln, sondern spezifiziert 24 Arten, die erlaubt sind. Dazu zählen Huhn, Truthahn, Gans, Ente und Taube
Gid HaNasche: Eine tierische Sehne, die beim Schächten entfernt werden muss

H
Heuschrecken: Es gibt zwar vier in der Thora genannten Heuschrecken, die als koscher gelten, da jedoch nicht genau beschrieben wird, um welche Heuschrecken es sich handelt, gelten alle Heuschrecken als unrein
Haschgachah: Aufsicht über die vorschriftsmäßige Zubeitung von koscheren Speisen
Hechscharim: Unter Hechscharim versteht man die Kennzeichnung von Lebensmitteln, die als koscher gelten. Je nach Orthodoxie gibt es verschiedene Kaschrut-Abstufungen, daher existieren ebenso verschiedene Grade von Hechscharim. Meist wird auf den Verpackungen gekennzeichnet, unter wessen Aufsicht der jeweilige Artikel hergestellt oder geprüft wurde. Die Autorität des Rabbiners spielt dabei für bestimmte jüdische Kreise eine sehr wichtige Rolle. „OU“ steht dabei beispielsweise für die „Orthodox Union“
Humus: Aus Kichererbsen und Sesam bereitete Paste. Häufig wird sie zu Pita oder Falafel gegessen

I
Insekten: sind unkoscher

J

K
Kamele: Gelten als unrein, da sie zwar wiederkäuen, aber keine vollständig zweigespaltenen Hufe haben
Kaschrut: Jüdische Speisegesetze, die vorgeben, welche Speisen als „koscher“, also rein, und welche als „trefe“, also unrein gelten. Der hebräische Ausdruck bedeutet so viel wie „Tauglichkeit“ oder „rituelle Eignung“
Koscher: aus dem hebräischen “kascher“ (rein)
Koscher-Style: Mit diesem Standard leben viele liberale Juden. Dabei wird Vermischung von Milch und Fleischgerichten vermieden. Es wird nur Fleisch von erlaubten Tieren verwendet, jedoch kein geschächtetes Fleisch
Krustentiere: sind ebenso wie Schalentiere unkoscher und daher verboten. Dazu gehören Hummer, Austern und Langusten

L
Lamehadrin: super-koscher, also sehr rein

M
Mazza: ungesäuertes Brot, das an Pessach gegessen wird
Maschgicha: religiöse Aufsichtsperson, die die vorschriftsmäßige Zubereitung von koscherem Essen überwacht
Mehadrin: Der Mehadrin ist eine noch strengere Auslegung des Kaschrut. Hier gelten sehr strenge Regeln beim Schächten (rituelles Schlachten), sowie bei der Herstellung von Milchprodukten, die streng überwacht werden muss
Mikwe: rituelles Taubad, durch das Geschirr vor seinem ersten Gebrauch gekoschert wird

N

O

P
Parve: neutrale Lebensmittel, die weder milchig noch fleischig sind, beispielsweise Gemüse
Pessach: Während des siebentägigen Pessachfestes sind jegliche Arten von Hefe und Sauerteig verboten

Q

R
Raubvögel: und Vögel, die ihre Beute wie Raubvögel behandeln (Raben, Eulen,Pelikane, Störche) sind unkoscher

S
Schächten: Das Schächten meint die besondere Art, nach der in den jüdischen Speisegesetzen vorgegeben wird, wie Tiere getötet werden sollen. Mittels eines scharfen Messers werden die Halsschlagader und die Luftröhre des Tieres durchtrennt. Anschließend wird es mit dem Kopf nach unten aufgehängt, damit es vollständig ausbluten kann
Schochet: Als Schochet wird ein qualifizierter Schächter bezeichnet.
Schweinefleisch: gilt als unrein, da Schweine zwar zweigespaltene Hufe haben, jedoch keine Wiederkäuer sind
Setami: Neutrale Lebensmittel wie koschere Fische und Eier; alles was aus dem Boden wächst wie Gemüse, Früchte, Kaffee, Gewürze, Zucker, Salz und bestimmte chemische Produkte

T
Trefe (bzw. tame): unrein

U
Unreine Tiere: Nach der Thora „Darum sollt ihr kein Fleisch von auf dem Felde zerrissenen Tieren essen.“

V

W
Wein: Gilt nur als koscher, wenn er von Juden gekeltert wurde

X
Y
Z



Koscher-Glossar
Die jüdischen Speisevorschriften

Monika Lembke/Stepanie Morcinek