Epilierer, Sodawasser und Firewalls
Israelische Produkte mit Weltruhm
 
Die Welt verdankt Israel eine Menge Dinge, die das Leben angenehmer machen: enthaarte Frauenbeine zum Beispiel. Oder Sodawasser, in der heimischen Küche selbst gesprudelt.

Frauen wie Männer können den Israelis dankbar sein. Ohne Epilierer gäbe es ein paar seidenglatte Beine weniger

Die Israelis haben zwar die Haarentfernung nicht erfunden. Schon die Römerinnen ließen sich ihre Körperbehaarung von Sklaven nach dem Bad zupfen. Der Staat am Mittelmeer schickte aber einen Lady-Epilierer auf die Reise, der Frauenbeine auf der ganzen Welt eroberte. Das Epilady, ein elektrisches Enthaarungsgerät, das 1985 von zwei israelischen Ingenieuren aus dem Kibbuz Goshrim entwickelt wurde.

Auch der Sprudel wurde ursprünglich nicht von Israelis erfunden, sondern von einem texanischen Apotheker namens Wade Morrison. Das war im Jahre 1890. Erst mehr als hundert Jahre später verhalf der Geschäftsmann Peter Wiseburgh, ein Engländer jüdischer Abstammung, dem Sprudel zum Selbstmachen zu weltweitem Ruhm. Er entdeckte den damals noch unbekannten Wassersprudler in England und gründete 1991 in Israel das Unternehmen Soda Club. Das Unternehmen ist heute weltweit Marktführer.

Besonders im technologischen Bereich sind israelische Produkte führend. Israel steht auf Platz drei, was die Anzahl der Firmengründungen betrifft. Mit mehr als 3.000 Unternehmen weist Israel nach dem US-amerikanischen Silicon Valley die zweithöchste Dichte bei High-Tech-Firmen und Startups auf.

Israel ist ein Land der Innovationen. ICQ, das Instant Messaging Programm von AOL, wurde von vier israelischen Studenten entwickelt. Auch die erste Anti-Viren-Firewall soll 1979 in Israel entwickelt worden sein. Außerdem hat der Mittelmeerstaat im medizinischen Bereich viele Innovationen vorzuweisen. Und nicht zuletzt haben die Israelis das unterhaltsame Spiel Rummicub erfunden. Ein kleiner Überblick.



ICQ macht Internet-Plauderei möglich
Der Soda-Stream erobert die heimische Küche
Die Firewall bewacht den Rechner
Quicktionary: Ein Stift als Übersetzer
Rummikub – die Erfolgsgeschichte eines Spiels

Friederike Ott