Humor als Waffe
Jüdische Witze über die NS-Zeit
 
Selbst über die dunkelste Zeit deutsch-jüdischer Geschichte darf gelacht werden – natürlich auf Kosten der Täter

Ein SS-Kommandant zum Juden: "Wenn du errätst, welches meiner beiden Augen aus Glas ist, lass` ich dich laufen."
Der Jude: "Das linke."
Der SS-Kommandant: "Das ist richtig! Wie hast du das so schnell erkennen können?"
Der Jude: "Es hat mich so menschlich angeschaut."

Hitlerzeit. Kohn zu Levy: "Weißt Du den Unterschied zwischen Hitler und einem Leberkranken?"
"Nu?"
"Der eine ist leberleidend, der andere leider lebend."

Im Jahre 1938 sitzen einander in der New Yorker U-Bahn zwei gerade eingewanderte deutsche Juden gegenüber. Der eine liest „Der Stürmer“, das schreckliche Hetzblatt Julius Streichers. Der andere liest die jüdische Zeitung, den „Forvertz“, und wird allmählich aufgeregt. Endlich fragt er seinen Landsmann, „Wieso lesen Sie dieses furchtbare Blatt? Es ist nur reiner Antisemitismus, Judenhatz.“ Der erste Jude guckt vor sich hin. Er sagt: „Schauen Sie. Was steht in Ihrer Zeitung? Überall sind die Juden Flüchtlinge. Man verfolgt uns. Man wirft Steine und Bomben in die Synagogen. Ich lese die Nazi-Zeitung, denn sie ist zuversichtlicher. Wir besitzen die Banken! Wir besitzen die großen Firmen! Wir beherrschen die Welt!“

Im Dritten Reich. Das Telefon klingelt. Kohn: "Kohn am Apparat."
Schmidt: "Oh, Entschuldigung, da habe ich falsch gewählt."
Kohn: "Macht doch nichts. Das haben wir schließlich alle."

Propagandaplakat: "Ein Deutscher lügt nicht!"
Meisl liest halblaut: "EIN Deutscher lügt nicht - mieses Prozent für vierzig Millionen!"

Berlin 1941, auf dem Ku'damm: Ein Blinder streckt bettelnd die Hand aus. Um den Hals trägt er ein großes Schild mit der Aufschrift: Nehme nichts von Juden. Besonders die SA-Leute und Soldaten scheinen sich an diesem Anblick zu erfreuen und geben dem Blinden reichlich.
Kohn steht ein paar Meter abseits und beobachtet das Geschehen. Das Schild, das der Blinde trägt, schmerzt ihn sehr. Also fasst er sich ein Herz, geht zu dem Blinden und sagt: "Mein Herr, ich gebe ihnen was sie wollen – nur um Himmels willen, werfen sie das furchtbare Schild weg!"
Da richtet sich der Blinde auf und antwortet: "Sie, wellen se mir nebbich geben eijzes, wie mer macht bei die deitschen verbrecher geschäft´n?"



Analyse: Was ist jüdischer Witz?
Jüdische Witze - darüber lachen Israelis

Zusammengetragen von Nora Wolfslast