Interview mit dem Fotografen Ziv Koren
Gute Vibes
 
Der israelische Fotograf Ziv Koren (37) aus Tel Aviv wurde bekannt für seine preisgekrönten Fotos über den Nahostkonflikt. 2006 erschien über ihn der Film „Der Hölle so nah“ von Solo Avital. Doch Koren arbeitet nicht nur in Krisengebieten, sein Beruf hat ihn schon oft nach Berlin geführt.

Ziv Koren im Februar 2006 bei der Premiere des Films

Wie oft waren Sie schon in Berlin?

Allein in diesem Jahr war ich schon fünf Mal in Berlin. Ich war mit meiner Ausstellung „More than 1000 words“ in der Cicero Gallery in Berlin-Mitte und hatte verschiedene Fotoaufträge.

Wie finden Sie Berlin?

Ich mag die Stadt sehr, und je öfter ich komme, desto besser gefällt sie mir. Wenn ich eine Liste meiner europäischen Lieblingsstädte erstellen müsste, käme Berlin an allererster Stelle, vor London, Paris oder Mailand.

Warum?

Die Stadt hat einfach gute Vibes! Es gibt eine großartige Kunst- und Kulturszene, sehr gute Restaurants und eine beeindruckende Mischung aus Altem und Neuem. Die Architektur ist fantastisch, viel schöner als in Tel Aviv. Allerdings hat Tel Aviv einen Strand, das Wetter ist viel besser und man kann um vier Uhr morgens noch irgendwo essen gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, irgendwo anders als in Tel Aviv zu leben.

Hat Berlin für Sie Symbolcharakter?

Berlin hat natürlich eine besondere Bedeutung aufgrund seiner Vergangenheit, und diese Vergangenheit bleibt immer mit meiner eigenen verbunden. Aber ich schätze die sensible und bedachte Art, wie die Stadt mit dieser Vergangenheit umgeht.

Was gefällt Ihnen am besten in Berlin?

Ich liebe besonders diese kleinen Innenhöfe in Mitte und die vielen Galerien. Wenn Sie meine Frau fragen würde, würde sie wahrscheinlich antworten: der Ku’damm!



Bilder von Ziv Koren gibt es hier

Interview: Eva Sudholt